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Oligomere Proanthocyanidine

Oligomere Proanthocyanidine, geläufiger ist die Abkürzung OPC, gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Das sind Inhaltsstoffe von Pflanzen, die ihnen über Stoffwechselprozesse keine Energie bereitstellen, sondern im Wesentlichen Schutzfunktionen ausführen. In diesem Zusammenhang wehren sie Fressfeinde ab und schützen sie vor den negativen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung sowie anderer Umweltfaktoren. Eine sehr umfangreiche Gruppe unter den sekundären Pflanzenstoffen bilden die Polyphenole. Diese wiederum werden zu den aromatischen Verbindungen gezählt. Es handelt sich also um Gerbstoffe oder Tannine, Pflanzenfarbstoffe oder Bitterstoffe.

Sekundäre Pflanzenstoffe und antioxidative Eigenschaften

Ein wesentlicher Aspekt ihrer Schutzfunktion für die Pflanzen sind ihre antioxidativen Eigenschaften. Dabei geht es immer darum, dass Antioxidantien in der Lage sind, sehr reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen so zu beeinflussen, dass ihre Oxidationsbereitschaft neutralisiert wird. Statt darüber Schaden an anderen Molekülen anzurichten, kommt es also zu einer Oxidation beziehungsweise einem Verbrauch der Antioxidans. Daher werden sie auch Radikalfänger genannt.

So setzen sich Oligomere Proanthocyanidine zusammen

Zu den Polyphenolen werden unter anderem auch die Flavonoide gezählt. Die meisten dieser Flavonoide sind nur unschwer als Pflanzenfarbstoffe erkennbar. Eine Flavonid-Gruppe hingegen ist farblos. Das sind die Flavanole. Unter Ihnen sind Monomere bekannt aber auch Dimere und Trimere. Das heisst, sehr vereinfacht ausgedrückt, das Polymer oder der Molekülverbund wird aus einfachen Molekülgruppen zusammengesetzt oder aus solchen, in denen jedes Molekül zwei oder drei Untergruppen hat. Bei OPC ist in der Regel Letzteres der Fall. Grundlage für das Polymer des OPC bilden dabei meist Catechine. Das sind hoch antioxidative Zwischenprodukte des Pflanzenstoffwechsels zu denen auch die Tannine und Geschmacksträger im Tee gehören.

Hier sind Oligomere Proanthocyanidine vermehrt vorhanden

Als Oligomere Proanthocyanidine kommen sie vermehrt in Traubenkernen sowie anderen Bestandteilen vor allem der roten Weintraube vor und in der Rinde (Pinienrinde) verschiedener Kiefernarten. Insgesamt sind Oligomere Proanthocyanidine vermehrt in den Kernen sowie Aussenbestandteilen einiger Pflanzen zu finden. Daher sollte auch bei Erdnüssen beispielsweise das rote Häutchen um die Hülsenfrucht mitgegessen werden. Auch dieses ist reich an Oligomeren Proanthocyanidinen.